Willkommen bei Lövstabruk

Kurze Geschichte

Schon im sechzehnten Jahrhundert wurde Eisen in Lövstabruk hergestellt, damals noch von Bauern. Hier gab es Wasserkraft, Wald und in Dannemora, einem Ort etwa 30 Kilometer von Lövstabruk entfernt, Eisenerz von sehr guter Qualität.

Ende des Jahrhunderts legte der Staat hier eine Eisenhütte an. Sie wurde 1626-1627 an die niederländischen Willem de Besche und Louis de Geer, Geschäftsleute aus den Niederlanden, verpachtet. 1643 kaufte Louis de Geer die Hütte und zog gleichzeitig nach Schweden. Unter seiner Leitung entwickelte sich Lövstabruk zu Schwedens größter Eisenhütte. Sie stellte Stabeisen her, das u. a. nach Sheffield in England exportiert wurde. Der Arbeiterschaft, die aus Wallonien im heutigen Belgien kam, waren kostenloser Schulbesuch, kostenlose Krankenfürsorge und kostenloses Wohnen zugesagt worden.

1719 brannte der größte Teil des Ortes ab. Der damalige Eigentümer, Baron Charles de Geer, baute Eisenhütte und Ort nach demselben Plan wieder auf, so auch den Herrenhof mit seinen Flügeln, der zuvor im typisch schwedischen Baustil der Hochbarockzeit, dem karolinischen, in Holzbauweise dort gestanden hatte. Der Park behielt ebenfalls seine Anlage aus dem siebzehnten Jahrhundert. Aus der gleichen Zeit des Wiederaufbaus stammen auch die meisten übrigen Gebäude, so die Arbeiterwohnungen, die Kirche, das Kontor und die Wohnung des Verwalters. In der Kirche steht die mächtige Orgel, die von Johan Niclas Cahman gebaut wurde. Dagegen wurden die Industrieanlegen abgerissen, als die Eisenherstellung stillgelegt wurde, so noch im Jahre 1926 die Wallonen-Schmiede am nördlichen Ende des Fabrikteiches. Die einzige bewahrte Wallonen-Schmiede der Welt findet sich heute in Österbybruk, südöstlich von Lövsta.

Lövstabruk wurde 1730 Fideikommiss und verblieb bis 1986 im Besitz der Familie de Geer, als eine Stiftung, Stiftelsen Leufsta, durch die Regionalvertretung im Regierungsbezirk Uppsala, den Regierungspräsidenten in Uppsala, die Universitetsbibliothek in Uppsala, die Gemeinde Tierp und die Familie de Geer gebildet wurde.

Heute ermöglicht die Stiftung Besuche und Besichtigungen des Herrenhofes und anderer Gebäude. Die staatliche Liegenschaftsverwaltung verwaltet seit 1997 die Gebäude.

Lövstabruk heute

Heute ist Lövstabruk ein sehr geschätztes Ziel für Familienausflüge. In einem schönen, gut bewahrten Milieu des achtzehnten Jahrhunderts kann man sich frei bewegen und die großartige Umgebung, die hier geboten wird, genießen, sowie im Sommer die Führungen durch den Herrenhof und den Ort, Die Führungen finden auf Schwedisch statt; falls gewünscht, können Führungen in anderen Sprachen durchgeführt werden.

Hier findet sich in der alten Mühle auch „Barnens bruk“, ein Spielhaus für Kinder.

Veranstaltungen aller Art, Konzerte und Ausstellungen können ebenfalls durchgeführt werden.

Es gibt ferner
ein hervorragendes Archiv mit Material aus einer Reihe von Wallonen-Eisenhütten in Uppland;
eine gutbewahrte Schmied-Wohnung, wo man sehen kann, wie ein Schmied und seine Familie lebten;
ein Wirtshaus mit Übernachtungsmöglichkeit und ein Café sowie mehrere Geschäfte mit handwerklichen Arbeiten;
einen Bade- und einen Grillplatz.

Die meisten von ihnen sind im Sommer geöffnet, und Führungen können während des ganzen Jahres bestellt werden.
„Aber ich wage zu behaupten, dass meine liebe Mutter nichts in Schweden gesehen hat, wenn sie nicht Leufstad gesehen hat“. So schrieb Kronprinz Gustav, der spätere König Gustav III. im Jahre 1768 seiner Mutter.

Machen Sie es wie der Kronprinz. Besuchen auch Sie Lövstabruk.

Sollten Sie Fragen haben oder Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an. +46294-31070.